2016 bis 2026: 10 Veränderungen in 10 Jahren, auf die ich stolz bin
2016 bis 2026: 10 Veränderungen in 10 Jahren, auf die ich stolz bin

2016 bis 2026: 10 Veränderungen in 10 Jahren, auf die ich stolz bin

Oha, das hatte ich mir leichter vorgestellt… Einfach mal 10 Jahre zurückblicken und anlässlich des Weltfrauentags am 8. März auf mich als Frau zurückblicken… Wer war ich, wie war ich? Was hat sich in den letzten 10 Jahren in meinem Leben getan?!
Auf Social Media macht gerade die #10yearchallenge die Runde – man zeigt Fotos von sich vor 10 Jahren und schreibt dazu, wie das eigene Leben damals aussah…

Was hat sich verändert?

Ich hatte mir für diesen Blogbeitrag vorgenommen, als Titelbild eine Collage zu verwenden: Anja 2016 vs. Anja 2026…
…so stellte sich die Herausforderung, ein Foto von mir aus 2016 zu finden. Auf meinem Handy habe ich keine Fotos aus dieser Zeit, also habe ich eine alte externe Festplatte durchsucht.

Mit einem Fingerschnipp tauchte ich durch Erinnerungen, stolperte über Fotos, von denen ich gar nichts mehr wusste und war in einer Zeitschleife verschwunden… Seufz… Da waren auch ein paar ganz schön schmerzhafte Erinnerungen dabei…..

Das linke Foto der Collage ist nun zugegebenermaßen etwas „geschummelt“, denn es zeigt mich im Februar 2017. Vor 10 Jahren habe ich deutlich weniger fotografiert als heute – und die Aufnahmen sind technisch bedingt qualitativ ein ganz anderer Schnack. Diese Aufnahme von mir mag ich – daher mag ich sie auch zeigen.

Ich war im Umbruch…

Ich war nämlich zu der Zeit die, deren Mann vor 1 1/2 Jahren gestorben ist!

Mein Leben stand gerade Kopf und so richtig wusste ich immer noch nicht, wo unten und wo oben ist – oder gar, wer ich nun sein könnte. War ich doch nicht mehr die, die ihre Zukunft mit diesem Mann an der Seite gedacht hatte.

Ich war alleinerziehend mit einem 14jährigen Sohn.

Mein Halt, mein sicherer Hafen war in dieser Phase mein Job: Assistentin der Leitung eines Fraunhofer-Instituts. Hier fand ich Vorgesetzte und KollegInnen, die mir Raum gaben, zu sein – wie ich eben gerade war. Tatkräftig und engagiert oder trauernd und vernebelt… DANKE noch einmal an dieser Stelle an euch wunderbare Menschen!!!

Dieses Foto hier ist tatsächlich 2016 entstanden. Ich hatte mich spontan bei einem Fotoshooting in einer Boutique angemeldet. Ich bekam schicke Klamotten, ein kleines Styling und vermutlich hat man mir an diesem Tag auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das war nicht mal aufgemalt, sondern kam von innen. Genoss ich doch die Abwechslung und Ablenkung der „Show-Time“. Wenn ich das Foto anschaue, fremdle ich mit der Anja, die ich dort sehe… Vielleicht sehe ich trotz des Lachens, wie ich mich wirklich fühlte, vielleicht sind es auch die Erinnerungen, die mir einen Streich spielen.

Anja 2026 - beim Fotoshooting in einer Boutique
…erkennst du mich?

Wow… Wenn ich so zurückdenke, war ich so gar nicht bei mir. Ich habe funktioniert. Meinen Job habe ich gemacht, ich war so gut ich konnte für meinen Sohn da und habe Halt bei meinen Eltern gefunden, die immer mal meinen Sohn mit auf tolle Reisen genommen haben und so für spürbare Entlastung sorgten… Habe ich mich gespürt? Nein. Anderthalb Jahre sind ein Fliegenschiss, wenn es um Trauer geht.
Hätte ich gedacht, dass ich in 10 Jahren ein Reiki-Business habe?

Hahaha.

Nein.

Rückblickend bin ich so stolz und dankbar für diesen Umbruch in meinem Leben. Ich glaube heute, dass ich ohne diesen „Knall“ ganz anders weitergegangen wäre. So viele Begegnungen, die ich keinesfalls missen möchte, hätte es nicht gegeben…

Und ja: Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass ich auch nicht so spirituell unterwegs wäre, hätte ich damals dem Tod nicht so unmittelbar gegenüber gestanden.
Während ich das schreibe, habe ich Tränen in den Augen…
Denn ganz sicher hätte ich diesen Weg nicht gewählt, hätte man mich entscheiden lassen.

Ich habe 2016 angefangen, öffentlich zu schreiben!

Schreiben ist eine Superkraft. Das hatte ich ganz aus den Augen verloren. Ich hatte schon immer gern geschrieben. Manchmal begegnet mir beim Sortieren von Papieren ein Gedicht, das ich als Teenager schrieb. Wütend-verzweifelte erwachsene Zeilen waren auch mal dabei – die habe ich dann tatsächlich verbrannt, damit die Energie sich wandeln kann.

Beim Schreiben sortieren sich meine Gedanken, Erinnerungen poppen auf, Freude, Schmerz, Verwirrung,… alles findet seinen Platz.

2016 habe ich angefangen, online über Trauer zu lesen, zu kommentieren und in den Austausch zu gehen. Es tat mir gut, mich nicht so alleine zu fühlen mit meinen Gedanken… Das war sehr heilsam! Letztlich war es auch der Startschuss für meinen Blog „…ein Stück untröstlich“, der ein Jahr später in die Welt durfte…

In manchen Gesichtspunkten ist das Internet ja durchaus diskussionswürdig. Was Verbindungen zu Menschen angeht, feiere ich es indessen von ganzem Herzen. Die eigene lokale Bubble ist manchmal zu klein… Glücklicherweise verlieren nicht allzu viele Menschen in jungen Jahren den Lebenspartner – und die, bei denen es so ist, erkennt man nicht an der Nasenspitze auf der Straße.
Der Austausch im Netz hat mir Begegnungen ermöglicht, die sonst nicht stattgefunden hätten… DANKE!

Anfangs fiel es mir noch etwas schwer, so öffentlich ganz persönliche Gedanken zu teilen. Das wurde mit jedem Schreiben leichter und mittlerweile habe ich viel Lob einsammeln dürfen für meine „Schreibe“.
Das bestärkt mich darin, auch hier im Konfettiblog zu texten. Weil’s leicht fällt, weil’s schön ist, weil’s gut tut.
10 Jahre später bin ich also mit dem Schreiben gewachsen…

Wenn ich so übers Schreiben sinniere: Ist das eigentlich eine Frauen-Domäne? Ich kenne wenige Männer, die schreibend bloggen – vielleicht jedoch ist meine Wahrnehmung da auch verzerrt? Kennst du tolle Blogs von Männern, die du mit uns teilen magst? Verlinke sie gerne unten in den Kommentaren.
In meiner Wahrnehmung ist das mal ein Punkt, bei dem wir als Frauen die „Nase vorn“ haben.

Mein Blog „…ein Stück untröstlich“

2017 habe ich auf meinem Blog die „Veröffentlichen“-Taste gedrückt: Mit Herzklopfen, Bammel und Freude gleichzeitig. Was für ein mutiger Schritt! Ich habe ihn einfach gemacht, weil er für mich stimmig und richtig war.

Ich darf ein Stück untröstlich bleiben!

Ich war der Meinung, mit dem zeitlichen Abstand zu Andreas‘ Tod sei ich nun „fertig“ mit trauern. Nun könnte ich über das schreiben, was mir wichtig zu teilen schien…
…weit gefehlt!
In Wahrheit durchtauchte ich alle Emotionen noch einmal, entdeckte neue, bisher verborgene und sammelte viele Erkenntnisse ein. Das war im Rückblick unendlich heilsam.
Ganz „nebenbei“ habe ich etwas Wertvolles ins Netz getragen, das weiterhin viele Menschen erreicht und inspiriert. Wie wohltuend, wenn freier über Trauer, Tod und Sterben gesprochen werden kann – das betrifft uns schließlich alle.

Und: So kann ich eine ganz wundervolle Brücke schlagen, indem ich Reiki und Trauerbegleitung kombiniere!

Mittlerweile ist mein Trauerblog verstummt. Dort gibt es nichts mehr zu erzählen. Dennoch bekomme ich immer wieder Feedback, wie gut und wichtig meine Worte dort sind – so bleiben sie im Netz stehen, um hilfreich zu wirken…

Ich bin spirituell!

Vor 10 Jahren war ich zur Kur, erinnere ich mich. Auf Rügen in Sellin gab es eine mit dem Schwerpunkt Trauerbewältigung für meinen Sohn und mich. Was für ein Geschenk, Zeit zu haben, durchatmen zu dürfen und auch noch mit sonnigem Mai-Wetter beschenkt zu sein! Ganz „nebenbei“ war es natürlich auch herausfordernd und traurig und anstrengend… Doch das Schöne: Eine tolle Gemeinschaft hatten wir in der Trauergruppe und haben alle miteinander große Schritte ins Leben gemacht.

Ein Ausflug ging für ein Ritual an einen besonderen Ort in Sellin. Ein Kraftort, an dem ich mich ganz „bitzelig“ fühlte – energievoll und irgendwie magisch… Spirituell interessant?! Hm… Damit konnte ich (noch!!!) nicht viel anfangen.

Ein zweites „Spiri-Blitzlicht“ hatte ich im Steine-Laden. Darüber schrieb ich schon mal hier auf dem Konfettiblog – hier kannst du’s nachlesen: Was ist das „Me(e)hr“ bei meinem Reiki?

Im Verlauf der Zeit durfte ich meine Fähigkeiten näher kennenlernen, erweitern und stärken. Heute genieße ich die bunten Möglichkeiten und lache über meine ganz persönliche Befindlichkeit, was lila Socken und Räucherstäbchen angeht (kicher…). Mir begegneten viele tolle Frauen (und vereinzelt ebenso tolle Männer, doch es geht ja hier ein wenig um den Weltfauentag), in deren Gesellschaft ich mich „richtig“ und wohlig fühle – und manche Themen in ganz geschütztem Rahmen frei besprochen werden können ohne dass eine/r komisch guckt.

Mittendrin begegnet mir Reiki!

2021 – also quasi in der Mitte dieser 10-Jahres-Periode – klopft Reiki an meine Tür… Vielleicht war das Klopfen schon früher da, doch ich habe es halt nicht gehört oder hören wollen. Völlig okay, denn ich war halt noch nicht „soweit“.
Sehr, sehr neugierig habe ich an einem Reiki-Treffen teilgenommen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Und siehe da: Es war einfach perfekt für mich in dieser Lebensphase. Ein logischer, ganz selbstverständlicher Schritt, meine schon vorhandenen energetischen Fähigkeiten zu schulen und weiterzuentwickeln.

Mittlerweile kann ich mir gar nicht vorstellen, wie mein Leben „ohne“ wäre. Verrückt und schön!

Heute kenne ich den Wert meines Wirkens!

Ach, was war ich anfangs unsicher, meine Fähigkeiten zu nutzen und sie auch zu zeigen. Die Frage „Bin ich wirklich gut genug, reicht das aus?“ begleitete mich lange. Ich finde, sie hat auch durchaus ihre Berechtigung, denn man sollte sich immer mal hinterfragen und manches auch in Frage stellen.

Mit 5 Jahren Reiki-Erfahrung und dem vorherigen Üben habe ich ein großes Selbstverständnis: Das, war ich tue, ist wertvoll.

Es liegt nicht in meiner Hand, zu bestimmen, was meine KundInnen aus ihren Sessions mitnehmen – jedoch erzählt mir das Feedback auch hier eine eindeutige Geschichte: Sie nehmen so viel mit und lassen gleichzeitig so große Lasten fallen oder hinter sich… WOW!

Anfangs habe ich mich etwas schwer damit getan, einen Energieausgleich für mein Wirken aufzurufen. Das habe ich nun abgelegt, weil ich ausreichend Dank und Anerkennung für meine Konfettimomente eingesammelt habe: „Prädikat wertvoll“ ;0)

Mein Blog wird ein Buch!

2019 wurde aus meinem Blog das Buch „…ein Stück untröstlich“. Das hätte ich mir ja niemals träumen lassen.

Das war eine großartige Erfahrung. Aufregend, unbequem, verwirrend. beglückend, aufreibend,… Eine richtig emotionale Reise. Hätte ich dies alles vorab gewusst, vielleicht hätte ich dann 2018 „nein“ gesagt. Wie gut, dass ich einfach etwas blauäugig in dieses Buch-Abenteuer gestolpert bin. Ich möchte es keinesfalls missen!

Buch "...ein Stück untröstlich"
Buch „…ein Stück untröstlich“

Ich habe mich zum Jahreswechsel 2025/26 dazu entschlossen, keine weitere Auflage zu veröffentlichen. Daher gibt es ein paar Rest-Exemplare direkt bei mir zu bestellen. Wenn die in die Welt gezogen sind, wird es noch ein wenig ruhiger um meine Trauer. Das fühlt sich gut und warm an – die Trauer bleibt ja eh meine Begleiterin, das ist okay.

Die Konfettizone geht an den Start!

Auch das hätte ich mir vor gar nicht allzu langer Zeit nicht träumen lassen. Nun mag ich mein Reiki-Business nicht missen! An manchen Stellen bin ich noch etwas zu zögerlich, so ist noch viel Raum für Wachstum. Ich mag dieses Wachsen, Entwickeln, Wege finden und mache mir keinen Perfektionsdruck. So, wie ich mich beim Reiki mit jeder Session weiter übe, übe ich auch beim Erweitern meines Angebots. Ich darf Dinge ausprobieren und Reaktionen austesten. Was keine Freude bereitet, kann weg.

Ich finde, so passt es perfekt zu meinem „Konfetti-Gedanken“, wie ich mein Reiki verstanden wissen will: Was, wenn’s leicht und schön ist?!

…und du so?

Wie sah dein Leben vor 10 Jahren aus? Erzähl‘ mal… Wenn du magst, hinterlasse gerne deine Kurzfassung (oder die ganze Geschichte…?) in einem Kommentar!

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