Wenn mich mal ein Thema so sehr „gepackt“ hat, dass ich ständig darauf herumdenke, es zer-denke und dennoch keine Lösung finde, mache ich ein kleines Ritual. Es hilft mir beim Sortieren, beim Hinspüren und dabei, loszulassen.
So manches Mal hilft das Grübeln nämlich nicht. Sei es, dass der Zeitpunkt vergangen (z. B. Ärger über ein Situation, in der ich gerne anders reagiert hätte) oder die Zeit noch nicht reif ist (z. B. Was wäre, wenn…..?).
Akzeptanz
Mein Lösungswort heißt, zu akzeptieren, was gerade ist. Natürlich ist das nicht immer leicht – doch es ändert das Gefühl!
Halte ich an diesem Gedankenkreisen fest, hält das Thema mich fest. Sobald ich akzeptiere, dass ich in diesem Moment keine Lösung finde, dass ich keine Lösung finden muss, folgt Entspannung.
Cool, oder?
Festhalten
Das Einzige, was ich in dieser Situation festhalten sollte, ist, worum es eigentlich geht. Meist ist das schnell klar. Wenn nicht, schreibe ich ein wenig vor mich hin und lasse die Worte fließen, bis ich an das belastende Thema herankomme.
Für mein kleines Ritual schnappe ich mir dann zwei Zettel (ich liebe die runden Blätter – hat ja auch was von Konfetti ;0) und notiere
- Blatt 1 „Ich lasse los“
Manchmal schreibe ich das direkt auf die eine Seite des Zettels, manchmal bekommt er auch nur in Gedanken diese Zuordnung.
Auf die Rückseite kommt eine positive Formulierung des Zustands, wie ich mich fühle, wenn ich bereits losgelassen habe. Ich finde, das ist der optimale Twist, um bereits beim Schreiben in eine passende Stimmung zu kommen.
- Blatt 2 „Return to sender“
Häufig ist mein Wunsch nach Loslassen verbunden mit einer Emotion, die gar nicht zu mir gehört. Ich fühle mich dann, als hätte mir ein Gegenüber etwas aufgedrückt, das ich gar nicht wollte (selbst kreiert: Ich habe es ja angenommen ;0).
Das darf nun zurück an den Absender. Postwendend retourniert. Zack.
Beispiele
Hier erlaube ich mir eine freie Formulierung, denn das, was ich so loszulassen hatte, finde ich zu privat-persönlich…
So kannst du möglicherweise besser nachvollziehen, wie ich die Notizen meine:
Situation: Schon wieder… Schon wieder hat sich XY dir gegenüber übergriffig verhalten und du bist komplett genervt. Warum kapiert er/sie nicht, dass er/sie dich damit in Ruhe lassen soll?!
Blatt 1: „Ich bin ruhig und gelassen, wenn ich an XY denke. Ich bin nicht zuständig.“
Blatt 2: „Diese Hilflosigkeit gebe ich (in Liebe und Dankbarkeit) zurück an XY.“
Anmerkung am Rande: Wenn sowas tatsächlich häufiger passiert, ist es wohl an der Zeit, grundsätzlich Klarheit zu schaffen. Doch das ist ein anderes Thema…
Situation: Ist es dir schon einmal passiert, dass dich jemand geghostet hat und du fragst noch immer nach einem „Warum“? Dann könnte dies vielleicht passen:
Blatt 1: „Ich danke XY, dass er/sie aus meinem Leben verschwunden ist. Meine Energie gehört wieder mir. Ich bin frei.“
Blatt 2: „Die Kränkung/Verletzung darfst du, XY, gerne behalten. Hier hast du sie (in Liebe und Dankbarkeit) zurück.“
Der Zusatz „in Liebe und Dankbarkeit“ klingt in meinen Ohren etwas seltsam – ich weiß nicht, wie es dir damit geht?! Dennoch mag ich die positive Energie, die damit verbunden ist. Wichtig ist mir die ausdrückliche Differenzierung zu einem wütend gebrüllten Return-to-Sender. Solltest du beim Schreiben noch so große Emotionen spüren, mag ich dir ans Herz legen, diese noch auf deine ganz persönliche Art und Weise rauszulassen, bevor du ans Loslassen denkst.
Hast du deine ganz persönliche Formulierung gefunden?
Wie geht denn nun dieses Loslassen?
Ich mag am liebsten das Feuer zur Transformation. Was ich ins Feuer gebe, verbrennt und wandelt sich damit.
Somit schnappe ich mir ein feuerfestes Gefäß auf meinem Balkon und verbrenne beide Zettel nacheinander und trenne die Verbindung zu mir.
Manch einer bevorzugt das Wasser. Du kannst die Zettel natürlich auch in einen Fluss oder See oder ins Meer werfen (dann achte bitte sorgfältig darauf, welche Art Papier du verwendest, im Sinne der Umwelt).
Tschüss!
Mir geht es stets direkt besser, leichter, wenn ich fertig bin.
Was tust du, um loszulassen, was dich (auf)hält?
Brauchst du Unterstützung? Ich bin gerne für dich da. Wenn mal die Worte fehlen, kannst du auch bei einer Reiki-Session loslassen – einfach so.
Melde dich gern bei mir.
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